Bremerhaven

Literatur und Politik e.V.
c/o Wolfgang Richter
Apelerweg 17
27574 Bremerhaven

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Für unser Herbst/Winter-Programm haben wir Präsenzveranstaltungen und Online-Veranstaltungen geplant. Abhängig von der jeweiligen Lage der Corona-Pandemie können sich die Veranstaltungsbedingungen möglicherweise ändern. Bitte beachten Sie daher den Tageskalender der NORDSEE-ZEITUNG oder unsere Webseite oder melden Sie sich für unseren Mailverteiler an (Mail an wolfgang.richter.bh@t-online.de), dann sind Sie immer aktuell informiert.

Die nächsten Veranstaltungen sind:

wegen Krankheit verschoben

Olivia Wenzel
liest aus ihrem Roman „1000 Serpentinen Angst“

Die ursprünglich für den 13. September geplante Veranstaltung wird auf den 19. Januar 2022 verlegt.
Karten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch in der Stadtbibliothek zurückgegeben werden.
Zur vollständigen Ankündigung s. weiter unten.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek

Hinweis zu weiteren Veranstaltungen des Literarischen Herbst

Veranstaltungsreihe „Gesellschaft im Spiegel der Literatur“

Insa Wilke (Literaturkritikerin)
präsentiert ausgewählte Romane aus dem Bücher-Herbst 2021

Insa Wilke wird ausgewählte Romane zum Thema „Gesellschaft im Spiegel der Literatur“ vorstellen, die im Bücher-Herbst 2021 neu erschienen sind, und dabei die Rezeption und die Wirkung von Literatur auf gesellschaftliche Transformationen kritisch hinterfragen und mit dem Publikum diskutieren.

Bild von Insa Wilke

Insa Wilke (geb. 1978 in Bremerhaven) arbeitet als freie Autorin. Sie ist Literaturkritikerin, Moderatorin und Publizistin. Sie war Mitglied verschiedener Jurys,, derzeit u.a.: SWR-Bestenliste und Ingeborg-Bachmann-Preis. Seit 2005 konzipiert und moderiert sie Kulturveranstaltungen. 2010 übernahm Insa Wilke die Programmleitung im Literaturhaus Köln und gab sie zugunsten des freiberuflichen Arbeitens 2012 wieder auf. Seit 2013 gehört sie zum Team von „Gutenbergs Welt“ (WDR 3), seit 2017 zum „lesenswert quartett“ im SWR-Fernsehen. 2016 hat sie die Programmleitung des Mannheimer Literaturfestes „lesen.hören“ von Roger Willemsen übernommen, dessen Nachlass sie verwaltet.


Foto © Mathias Bothor

Donnerstag, 11. November 2021, um 19 Uhr
im Pferdestall, Gartenstraße 5-7

Eintritt: 8 €, erm. 6 €

Logo des Kulturamts Moderation Christiane Sundermeyer
veranstaltet von Literatur und Politik e.V.
gefördert durch das Kulturamt der Stadt Bremerhaven


Gerhard Schick
„Die Bank gewinnt immer. Wie der Finanzmarkt die Gesellschaft vergiftet“

Der Veranstaltungstitel ist der Titel eines Buchs von Dr. Schick, das im Campus-Verlag erschienen ist. Der Verlag schreibt dazu:

„Der Finanzmarkt zieht uns das Geld aus der Tasche. Unfairer Umgang mit Sparvermögen und unserer Altersvorsorge, gigantischer Steuerbetrug und dreiste Immobilienspekulation machen uns das Leben schwer. Eine fehlgesteuerte Finanzindustrie birgt Crashgefahr und schafft immer neue Probleme - bei den globalen Herausforderungen, aber auch im Alltag der Bürger und Verbraucher. Sie ist zu groß, zu mächtig und zu intransparent. Und sie vergiftet das gesellschaftliche Klima.

Es ist höchste Zeit für eine Finanzwende, sagt der quer durch alle politischen Lager hoch geschätzte Finanzexperte Gerhard Schick. Neue Regeln und Maßnahmen müssen her und kriminelle Akteure gestoppt werden. Schick zeigt: Eine bürgerfreundliche Finanzwelt ist möglich.”

Im Rahmen der Veranstaltung wird Gerhard Schick auch über die Arbeit und die Ziele des Vereins „Bürgerbewegung Finanzwende” informieren.

Stimmen zu Gerhard Schick:

„Wer mit Schick redet, trifft auf einen eloquenten und energiegeladenen Aktivisten.“ Süddeutsche Zeitung

„Niemandem fällt jemand ein, der ähnlich hartnäckig ist wie Schick, bei Freunden und Gegnern gleichermaßen geachtet.“ Die Welt

„Immer auf Augenhöhe mit dem Ministerium und oft auch darüber.“ Ralph Brinkhaus, CDU-Fraktionsvorsitzender

Bild von Gerhard Schick

Dr. Gerhard Schick (geb. 1972) ist promovierter Volkswirt, war in den Jahren 2005 bis 2018 für Bündnis 90/Die Grünen Mitglied des Deutschen Bundestages. Er ist Mit-Initiator des Vereins „Bürgerbewegung Finanzwende” und dessen geschäftsführender Vorstand. Gerhard Schick hat sein Bundestagsmandat für die Arbeit in der Nichtregierungsorganisation zum 31.12.2018 niedergelegt.


Dienstag, 2. Novemver 2021, 19.00 Uhr als ZOOM-Konferenz.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung mit E-Mail an werner.begoihn[at]t-online.de ([at] durch @ ersetzen)

veranstaltet von Literatur und Politik e. V.

Veranstaltungsreihe „Gesellschaft im Spiegel der Literatur“

Olivia Wenzel
liest aus ihrem Roman „1000 Serpentinen Angst“

„Eine junge Frau besucht ein Theaterstück über die Wende und ist die einzige schwarze Zuschauerin im Publikum. Mit ihrem Freund sitzt sie an einem Badesee in Brandenburg und sieht vier Neonazis kommen. In New York erlebt sie den Wahlsieg Trumps in einem fremden Hotelzimmer. Wütend und leidenschaftlich schaut sie auf unsere sich rasant verändernde Zeit und erzählt dabei auch die Geschichte ihrer Familie: von ihrer Mutter, die Punkerin in der DDR war und nie die Freiheit hatte, von der sie geträumt hat. Von ihrer Großmutter, deren linientreues Leben ihr Wohlstand und Sicherheit brachte. Und von ihrem Zwillingsbruder, der mit siebzehn ums Leben kam. Herzergreifend, vielstimmig und mit Humor schreibt Olivia Wenzel über Herkunft und Verlust, über Lebensfreude und Einsamkeit und über die Rollen, die von der Gesellschaft einem zugewiesen werden.” (aus der Ankündigung der S. Fischer Verlage)

Bild von Olivia Wenzel

Olivia Wenzel, 1985 in Weimar geboren, Studium der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis an der Uni Hildesheim, lebt in Berlin. Sie schreibt Theatertexte und Prosa, machte zuletzt Musik als Otis Foulie. Wenzels Stücke wurden u.a. an den Münchner Kammerspielen, am Hamburger Thalia Theater, am Deutschen Theater Berlin und am Ballhaus Naunynstrasse aufgeführt. Neben dem Schreiben arbeitet sie in Workshops mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. In der freien Theaterszene arbeitet sie als Performerin mit Kollektiven wie vorschlag:hammer zusammen. »1000 Serpentinen Angst« ist ihr erster Roman. Literaturpreise: Literaturpreis der Stadt Fulda 2020, Mörike-Förderpreis der Stadt Fellbach 2021


Foto © Juliane Werner

Dies ist eine Veranstaltung im Rahmen des 12. Literarischen Herbstes.

Mittwoch, 19. Januar 1922, 19 Uhr, in der Stadtbibliothek, Bürgermeister-Smidt-Str. 10
Eintritt 8 €; für den 13. September gelöste Karten sind noch gültig.

Für Veranstaltungen gilt wahrscheinlich noch die 3G-Regel. Der Kartenverkauf erfolgt in der Stadtbibliothek zu den Öffnungszeiten. Anfragen und Vorbestellungen unter Tel.: (0471) 590 2058. Ein Anruf empfiehlt sich in jedem Fall, weil dieser Termin auf der Veranstaltungsseite der Stadtbibliothek noch nicht verzeichnet ist.

Öffnungszeiten der Stadtbibliothek

Logo des Kulturamts Moderation Jutta Schmidt
veranstaltet von Literatur und Politik e.V.
gefördert durch das Kulturamt der Stadt Bremerhaven


Die letzten Veranstaltungen waren:

Dr. Manfred Ernst
„Bürgerbeteiligung in Bremerhaven – Wie können wir unser Leben in unserer Stadt wirksam(er) gestalten?”

In Bremerhaven ist viel los. Innenstadtentwicklung, neue Quartiere, Verkehrswende, Wohnen und Arbeiten. Da sind die BürgerInnen in irgendeiner Art und Weise immer betroffen. Aber werden sie auch beteiligt? Wie können wir uns als BürgerIn dieser Stadt einmischen, wenn es um Fragen von Wohnen, Leben, Arbeiten, Verkehr, Klima, Kultur und Konsum geht?

Herr Dr. Ernst wird uns die rechtlichen Möglichkeiten in Erinnerung bringen, die Stadtverfassung und Ortsgesetz den BürgerInnen anbieten und er wird aus seinen vielfältigen Erfahrungen berichten.

Wir wollen dann Möglichkeiten, Chancen und Grenzen sowie Erfahrungen diskutieren.

Dazu laden wir alle Interessierte und insbesondere die BürgerInnen Bremerhavens zum Erfahrungsaustausch und zur Diskussion ein, die sich bereits aktiv in Bremerhavener Bürgerdialogen engagieren oder engagiert haben – wie Sprecher und Mitglieder in Stadtteilkonferenzen, in Quartieren und Zukunftswerkstätten, aber auch in Kommunalpolitik und in Vereinen oder als Einzelpersonen.

Zum Schluss wollen wir der Frage nachgehen, ob mehr Teilhabe und Demokratieverstärkung durch (kommunlae) Bürgerräte möglich sein könnten und welche Voraussetzungen dazu in Bremerhaven geschaffen werden müssten. Aber vielleicht wird das auch erst Thema einer weiteren Veranstaltung in Sachen Bürgerbeteiligung.

Bild von Dr. Ernst Dr. Manfred Ernst arbeitete über 40 Jahre als Anwalt in Bremerhaven, u. a. mit den Schwerpunkten Wirtschafts- und Baurecht sowie Verwaltungsrecht. Privat ist er ein versierter Kenner der Bremerhavener Geschichte, zu der er mehrere Bücher veröffentlicht hat. Er beteiligt sich aktiv am kulturellen und politischen Leben der Stadt.


Die Veranstaltung fand am Donnerstag, 24.Juni 2021, 19.00 Uhr als ZOOM-Konferenz statt.


Prof. Dr. Rudolf Hickel
„Virus trifft Kapitalismus“

Transformation zur nachhaltigen und sozialgerechten Wirtschaft

Die gegen die Corona-Pandemie gerichteten Lockdown-Maßnahmen haben die Wirtschaft und Gesellschaft massiv belastet. Staatlich gezielte Finanzhilfen für die unverschuldet in die Krise geratenen Unternehmen sowie die sozial Betroffenen wurden erforderlich.

Die Corona-Krise hat jedoch über die neuen unmittelbaren Schäden hinaus die seit Jahren aufgestauten Strukturprobleme, aber auch die Fehler einer viel zu marktgläubigen Politik offengelegt.

Dabei ist die Corona-Pandemie nicht von außen hereingebrochen. Es ist die profitwirtschaftliche Inlandnahme im Zuge der Globalisierung, durch die die zuvor abgeschotteten Lebensräume von Tieren als Viren-Wirte geöffnet worden sind.

Jetzt gilt es, die Lehren für einen ökonomisch, sozial und ökologisch verantwortlichen Neustart zu ziehen.

Das bedeutet: Globalisierung gestalten und lokale Wirtschaft stärken; das Gesundheitssystem als öffentliches Gut der Daseinsvorsorge sichern; den demokratisch fundierten und handlungsfähigen Staat forcieren; Staatsschulden sinnvoll einsetzen; mittelfristige Finanzierung der Corona-Kosten durch Einbezug der Vermögenden; vor allem aber ökologischer Um- und Ausbau für künftige Generationen. Leitlinie ist die Wiederentdeckung von Solidarität gegen die alten und neuen Formen der ökonomischen Ausbeutung von Mensch und Natur.

Bild von Prof. Dr. Rudolf Hickel Prof. Dr. Rudolf Hickel ist Professor für Finanzwissenschaft, Gründer des Instituts Arbeit und Wirtschaft (IAW), Mitherausgeber der „Blätter für deutsche und internationale Politik“, Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat von Attac, Träger der Bremer Senatsmedaille für Wissenschaft und Kunst.

Links zu Texten von Prof. Hickel zur Corona-Krise.


Die Veranstaltung fand am Dienstag, 15. Juni 2021, 19.00 Uhr als ZOOM-Konferenz statt.


Lisa Tschink
„Verkehrswende! – Abschied von der Autostadt Bremerhaven!
Wir brauchen nachhaltige und bürgernahe Mobilitätskonzepte für Bremerhaven.”

Bremerhaven hat Großes vor. Innenstadtentwicklung. Neue Wohn- und Arbeits-Quartiere. Die Klimastadt Bremerhaven soll nicht nur eine Absichtsbekundung bleiben.

Verkehrswegeplanung, Radwegeplanung, Gleiswegeplanung in den Häfen durch bremenports. Viele Ideen, aber reicht das? Sind wir auf dem „richtigen“ Weg? Welche Verkehrskonzepte brauchen wir als regionales Oberzentrum mit vielen Pendlern und immer mehr Touristen? Wie können wir klimafreundliche Mobilität gestalten? Wie Verkehrslärm reduzieren oder vermeiden und damit Lebens- und Wohnqualität verbessern? Wie lässt sich bequeme und schnelle Mobilität in der Stadt, in der Innenstadt und ins Umland gestalten? Wie können die Wirtschaftslogistik und Arbeitswege so gelenkt und gestaltet werden, dass sie die Menschen möglichst wenig belasten?

Dies sind nur ein paar Fragen, deren Beantwortung wir ein Stück näher kommen wollen.

Zwei Fragen sind dabei zentral. Was muss wie schnell kommunal in Sachen Verkehr unternommen werden, um nachweislich bis spätestens 2045 „klimaneutral“ zu sein und bis 2030 Meilensteine dahin erreicht zu haben? Wie können wir dabei die Lebensqualität der Menschen in Bremerhaven nachhaltig verbessern?

Bild von Lisa Tschink Lisa Tschink ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim BUND Bremen für den Bereich Verkehr.


Foto: ©Birgit Wingrat

Die Veranstaltung fand am Dienstag, 8. Juni 2021, um 19.00 Uhr als ZOOM-Konferenz statt.


Isabel Zeumer und Kay Krause
„... als rote Blechlaterne ...“

Zum hundertsten Geburtstag von Wolfgang Borchert

Wolfgang Borchert. 1921 geboren. 1947 gestorben. 26 Jahre Leben. Leben?

Wir kennen die prägenden Daten dieser Zeit. Wir kennen die furchtbaren Geschehnisse und Folgen für viele Millionen Menschen in Europa und weit darüber hinaus. Wolfgang Borchert war mittendrin.

„Draußen vor der Tür” hatte einen Tag nach seinem Tod in den Hamburger Kammerspielen Premiere. Eine heftige Anklage gegen den Krieg.

Aber Borchert greift in seinen Gedichten und Erzählungen nicht ausschließlich die traumatischen Kriegserlebnisse auf. Isabel Zeumer und Kay Krause vom Stadttheater Bremerhaven erinnern heute an einen Schriftsteller, der von ungeheurer Lust auf das Leben geprägt war, von einem tiefen Bedürfnis nach Menschlichkeit, nach Liebe. In der Textauswahl hören Sie ihn sowohl träumerisch und melancholisch, humorvoll und selbstverständlich auch verzweifelt und aufrüttelnd.

Isabel Zeumer ist seit 2010 als Schauspielerin im Ensemble des Stadttheaters Bremerhaven engagiert.


Bild von Kay Krause Kay Krause lebt seit 1991 in Bremerhaven und ist seither als Schauspieler am Stadttheater Bremerhaven engagiert.


Die Veranstaltung fand am Freitag, 21. Mai 2021, 19.00 Uhr, als Web-Konferenz statt.


Anja Bierwirth
„Resiliente Post-Corona-Stadt“

Leerstände in der Bremerhavener Innenstadt, die Ausgestaltung des „Werftquartiers“ oder der Stadtteile wie Lehe und Wulsdorf, eine fahrradgerechte Verkehrspolitik, ein benutzerfreundlicher ÖPNV - wird die „Klimastadt Bremerhaven“ ihrem Anspruch einer zukunftsfähigen und krisenfesten Stadt gerecht?

Die Corona-Pandemie führt uns vor Augen, wie wichtig das unmittelbare Wohnumfeld ist. Den kommunalen Zusammenhalt und lokale Infrastrukturen zu stärken, macht unsere Städte krisenfester und nachhaltiger - auch für notwendige Transformationen im Zuge des Klimawandels.

Die zentrale These der Referentin lautet, Städte der Zukunft müssen und werden „näher”, „öffentlicher” und „agiler” sein. Dies wird sie anhand dieser drei Dimensionen konkretisieren und anhand von Beispielen erläutern.

Bild von Frau Bierwirth Anja Bierwirth ist Leiterin des Forschungsbereichs Stadtwandel, Energie-, Verkehrs- und Klimapolitik beim Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH.


Foto: ©Wuppertal Institut

Die Veranstaltung fand am Dienstag, 30. März 2021, 19:00 Uhr, als Web-Konferenz statt. Die Reporterin Maike Wessolowski verfasste dazu zwei Beiträge. Der Beitrag „Fünf Fragen, die sich Bremerhaven stellen muss”erschien am 1. April 2021 auf NORD|ERLESEN, der Artikel „Fünf Fragen für Bremerhaven" am 6. April 2021 in der Nordsee-Zeitung.

Moderation: Christiane Sundermeyer
veranstaltet von Literatur und Politik e. V.


Dr. Matthias Quent
„Deutschland rechts außen:
Wie die Rechten nach der Macht greifen und wie wir sie stoppen können“

Rechtsextreme Parteien verzeichnen wachsenden Zulauf – und sie gewinnen sogar Wahlen. Der Hass wächst, Medien, Wissenschaft und Zivilgesellschaft geraten unter Druck. Doch der Rechtsruck ist kein zufälliges Phänomen. Im Gegenteil: Die Rechtsradikalen arbeiten seit Jahrzehnten daran, ihre Pläne umzusetzen, aber Gesellschaft und Politik blieben weitgehend tatenlos. Wie es dazu kam und warum dennoch Hoffnung besteht, analysiert Matthias Quent. Der Rechtsextremismusforscher deckt faktenreich die Strategien und Ziele „der Rechten” auf, gibt Handlungsempfehlungen für den alltäglichen und politischen Umgang mit ihnen und zeigt, dass sich eine starke Demokratie nicht von rechten Populisten jagen lassen darf, sondern sie am besten rechts liegen lässt.

Bild von Dr. Matthias Quent Dr. Matthias Quent promovierte über die Zusammenhänge und Dynamiken der individuellen, gruppenbezogenen und gesellschaftlichen Einflüsse auf die Radikalisierung des rechtsterroristischen „Nationalsozialistischen Untergrunds” (NSU). Er war u.a. Sachverständiger für Untersuchungsausschüsse des Thüringer Landtags (2012 & 2017), des Deutschen Bundestags (2016) sowie im sächsischen Landtag (2017). Seit August 2016 leitet Quent das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft (IDZ) der Amadeu Antonio Stiftung in Jena. Gegründet als Konsequenz aus dem NSU-Komplex, werden dort Ursachen und Erscheinungsformen von Diskriminierung, Hass, politischer Gewalt und Demokratiefeindlichkeit erforscht.


Foto: ©Sio Motion.

Die Veranstaltung fand am Dienstag, 23. März 2021, 19:00 Uhr als Web-Konferenz statt.

Moderation: Christiane Sundermeyer
veranstaltet von Literatur und Politik e. V.


Lesung

Karosh Taha
„Im Bauch der Königin“

Als junges Mädchen tut Amal etwas Unerhörtes: Sie verprügelt ihren Mitschüler Younes. Ihr Vater verteidigt ihr Verhalten und ermuntert sie, sich in der Welt zu behaupten. Trotzdem wird Amal fortan von allen gemieden. Und dann verlässt der Vater die Familie. Zuflucht findet Amal ausgerechnet bei Younes und seiner Mutter Shahira, die ebenfalls Außenseiter sind. Als sich die Situation Jahre später zuspitzt und der Streit mit der Clique um Raffiq eskaliert, flieht Amal nach Kurdistan und begibt sich auf die Suche nach ihrem Vater. .....

Karosh Taha zeigt in ihrem Roman, dass es nicht die eine Wahrheit gibt. Der Roman erzählt aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln in einer gelungenen Sprache vom Leben in einer kurdischen Community in Deutschland und über die Macht von gesellschaftlichen Erwartungen, über Weiblichkeit und die Suche nach Identität und regt dadurch überzeugend zum Nachdenken an.

»Mit ›[Im Bauch der Königin‹ liest man einen] hypnotischen, vieldeutigen, ebenso märchenhaft wie knallhart erzählten Roman«
Antje Deistler, DEUTSCHLANDFUNK

Bild von Karosh Taha Karosh Taha wurde 1987 in Zaxo geboren. Seit 1997 lebt sie im Ruhrgebiet. Ihr Debütroman „Beschreibung einer Krabbenwanderung“ erschien 2018 ebenfalls bei DuMont. Ausgezeichnet u.a. mit dem Hohenemser Literaturpreis.


Die Lesung fand am Mittwoch, 17. März 2021, 19.00 Uhr, als Web-Konferenz statt.


Moderation: Christiane Sundermeyer
veranstaltet von Literatur und Politik e. V.